Wohnungsbau in Deutschland

Herausforderungen im Wohnungsbau in Deutschland

Das ifo Institut prognostiziert große Herausforderungen und schwierige Zeiten

Die Wohnungsbauwirtschaft in Deutschland hat in den vergangenen Jahren eine dynamische Entwicklung durchlaufen. Insbesondere niedrige Zinsen und der steigende Wohnraumbedarf in den Ballungszentren führten zu einer hohen Nachfrage nach Immobilien. Die Zahl der Baugenehmigungen und Auftragseingänge nahm kontinuierlich zu, ebenso wie die Preise für Wohnimmobilien. Seit 2020 steht die Branche jedoch vor neuen Herausforderungen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie, steigende Finanzierungskosten infolge der Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank sowie erhöhte Bau- und Energiekosten haben die Rahmenbedingungen verändert. Zusätzlich erschwerten Materialengpässe und eine zunehmende Zurückhaltung bei Investitionen die Situation. Einige Unternehmen verzeichnen Stornierungen und einen Rückgang der Aufträge.

Experten des renommierten ifo Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.), eine Forschungseinrichtung mit Sitz in München (siehe auch www.ifo.de), prognostizieren, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen könnte .

Angepasste Prognosen für den Wohnungsbau

Vor dem Hintergrund des von der Bundesregierung angestrebten Ziels von 400.000 neu gebauten Wohnungen pro Jahr bleibt die Entwicklung herausfordernd. Aktuelle Schätzungen des ifo Instituts gehen davon aus, dass die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten im Jahr 2025 auf rund 200.000 sinken könnte, im Jahr 2026 auf etwa 175.000 Einheiten– das wären dann rund 40 Prozent weniger als die knapp 300.000 fertiggestellten Wohnungen des Jahres 2022. Verschärft wird diese Situation durch den sich zusätzlich angespannten Mietmarkt. Kaufinteressenten schwenken aufgrund der hohen Bau- und Finanzierungskosten in ihrer Wohnentscheidung um und drängen zusätzlich auf den Mietmarkt. Von dieser Entwicklung ist auch der Bereich der Immobiliendienstleister, unter anderem Makler oder Immobilienverwalter, betroffen: „Vor der Coronakrise hatte die Branche gute Geschäftsjahre, diese haben einen Rückgang erfahren, wir sind jedoch zuversichtlich, dass es nun positiv weiter geht“, sagt Dirk Teckentrup, Geschäftsführer von Teckentrup Immobilien. Sein Unternehmen ist vielfältig in den Bereichen Verwaltung, Vermietung, Verkauf und Bewertung von Immobilien aufgestellt – und behauptet sich seit mittlerweile zwei Generationen erfolgreich am umkämpften und schwankenden Markt.

BU: Im Jahr 2025 könnten in Deutschland etwa 200.000 neue Wohneinheiten entstehen, 2026 rund 175.000.

Foto: Alfred Derks/Pixabay

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