Immobilienjahr 2026

Zwischen Stabilisierung und strukturellem Wandel

Unsere Prognosen für das Immobilienjahr 2026

 

Das Jahr 2026 markiert für den Immobilienmarkt eine Phase der Neuorientierung: Nach dem Zins- und Preisschock der Vorjahre hat sich das Marktumfeld spürbar beruhigt. Extreme Ausschläge nach oben oder unten bleiben aus, stattdessen prägen Stabilisierung, Differenzierung und ein wachsender Qualitätsfokus das Geschehen. Immobilien bleiben gefragt, werden jedoch selektiver bewertet und vorsichtiger finanziert.

Moderate Wertzuwächse statt neuen Booms

Preislich ist im Jahr 2026 kein flächendeckender Aufschwung zu erwarten. In guten Lagen und bei hochwertigen Objekten sind jedoch leichte Wertzuwächse möglich, während schwächere Immobilien weiter unter Druck stehen. Die Zinsen haben sich auf einem höheren Niveau als in den 2010er-Jahren eingependelt, sind aber wieder kalkulierbar. Das Transaktionsvolumen zieht langsam an, bleibt jedoch unter früheren Rekordwerten.

Wohnimmobilien bleiben knapp

Der Wohnungsmangel bleibt eines der dominierenden Themen. Vor allem in Ballungsräumen und wachstumsstarken Mittelstädten übersteigt die Nachfrage weiterhin das Angebot. Neubauaktivitäten können den Bedarf nicht decken, was die Mieten weiter steigen lässt. Gleichzeitig rücken Bestandsimmobilien stärker in den Fokus – allerdings nur, wenn Lage, Grundriss und Energieeffizienz überzeugen. Unsanierte Gebäude mit hohem Energieverbrauch verlieren an Attraktivität.

Gewerbe: Qualität entscheidet

Im Gewerbesegment setzt sich die Polarisierung fort. Moderne Büroflächen in guten Lagen bleiben gefragt, während ältere Objekte zunehmend umgenutzt werden. Logistikimmobilien profitieren weiterhin von E-Commerce, Regionalisierung und resilienteren Lieferketten. Der Einzelhandel stabilisiert sich in Innenstädten, während periphere Standorte weiter kämpfen.

Trends prägen den Markt

Energieeffizienz entwickelt sich im Jahr 2026 endgültig zum zentralen Wertfaktor. ESG-Kriterien, niedrige Betriebskosten und flexible Nutzungskonzepte beeinflussen Preise und Nachfrage maßgeblich. Gleichzeitig gewinnt der Umbau bestehender Gebäude gegenüber dem Neubau an Bedeutung. Auch regional verschieben sich die Gewinner: Gut angebundene Mittelstädte und Speckgürtel profitieren von neuen Wohn- und Arbeitsmodellen.

Fazit

Das Immobilienjahr 2026 steht für Normalisierung nach der Krise. Der Markt ist rationaler, transparenter und anspruchsvoller geworden. Wer auf Qualität, Nachhaltigkeit und langfristige Perspektiven setzt, findet weiterhin solide Chancen – schnelle Gewinne hingegen werden seltener.

 

Foto: Dimitris Vetsikas/Pixabay

Schadensmeldung

Haben Sie Schäden in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus bemerkt? Nutzen Sie gerne unser Formular, um uns darüber zu informieren, oder kontaktieren Sie uns während der Öffnungszeiten telefonisch.